Die Kommentare des erfahrenen Gold-Befürworters und Ökonomen Peter Schiff haben eine erneute Debatte über die Zukunft des Bitcoin-Preises ausgelöst. Sie haben in der BTC-Community Bedenken geweckt, insbesondere angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen.
Der Ökonom präsentierte einen hypothetischen Fall, in dem Bitcoin Ende 2026 10.000 Dollar wert ist.
Peter Schiff bemerkte, dass der Bitcoin-Preis auch nach einem massiven Rückgang in 10 Jahren immer noch die beste Performance aufweisen würde.
Schiff erklärte jedoch, dass trotz solcher langfristigen Gewinne ein so massiver Rückgang von 92% die meisten HODLer in Verlust bringen würde.
Peter Schiff über Bitcoin-Preis & MicroStrategy | Quelle: X
Er sagte, dass Michael Saylor in einem solchen Fall möglicherweise immer noch gerechtfertigt wäre, weiter zu akkumulieren. In einem Folgegespräch erklärte Schiff, dass er keine harte Vorhersage treffe, sondern nur demonstriere, wie langfristige Performance-Geschichten präsentiert werden könnten.
Die Debatte wurde hitzig, nachdem Schiff eine Frage beantwortete, bei der ein Nutzer fragte, welches von Bitcoin und Gold zuerst 10.000 Dollar erreichen würde. „Wahrscheinlich Bitcoin", sagte er, was BTC-Maximalisten wütend machte.
Seine Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Bitcoin (BTC)-Preis bereits eine neue Welle der Preisvolatilität erlebt. Dennoch hat Saylor keine Maßnahmen ergriffen, um den Kommentaren von Schiff entgegenzuwirken.
Der US-Iran-Krieg hat den Markt unter größeren Druck gesetzt. Laut Analysten könnte sich das makroökonomische Umfeld verschlechtern, was weitere Korrekturen im BTC-Preis auslösen könnte.
Ein Bericht eines CryptoQuant-Mitarbeiters, XWIN Research Japan, beschrieb ein düsteres Worst-Case-Szenario. Die Diskussion deutete darauf hin, dass der Bitcoin-Preis unter einem schweren Szenario um fast 80% gegenüber den aktuellen Niveaus fallen könnte.
Der Bericht besagte: „In einem extremen Fall – wie einer längeren Schließung der Straße von Hormus oder einem umfassenden Konflikt – könnte die globale geringe Liquidität zusammenbrechen. Mit Aktien, die um über 30% fallen, und Öl bei 150-200 Dollar könnte BTC in Richtung 10.000 Dollar fallen (-80%)."
Dies würde den Bitcoin-Preis unter erheblichen Druck setzen, insbesondere wenn die Liquiditätsbedingungen noch stärker eingeschränkt werden.
Moderate und mittelfristige Risiken wurden in derselben Analyse ebenfalls dargelegt. Es wurde festgestellt, dass der BTC-Preis zunächst zwischen 70.000 und 50.000 Dollar fallen könnte, was einer Korrektur von 25-30% entspricht.
Im Falle einer Verschlechterung könnte der Rückgang auf 30.000-20.000 Dollar sinken, was zu Verlusten von bis zu 70% führen würde.
Bitcoin-Preisanalyse | Quelle: Miks McGlone, X
Darüber hinaus bot der Bloomberg-Intelligence-Stratege Mike McGlone einen bärischen Ausblick auf den Bitcoin (BTC)-Preis. Er wiederholte, dass eine Umkehr auf 10.000 Dollar immer noch möglich ist.
McGlone bemerkte, dass dieses Niveau seit der Einführung von Bitcoin-Futures im Jahr 2017 historisch stark gehandelt wurde und ein primärer Bereich ist, in dem Stabilisierung erreicht werden kann.
Zum Zeitpunkt des Schreibens lag der BTC-Preis am Mittwoch, dem 08.04., bei 71.720,33 Dollar und war in den letzten 24 Stunden um 0,31% gefallen. Dennoch verzeichnet er in der letzten Woche immer noch einen Gewinn von 7%.
Zuvor war der Bitcoin-Preis als Reaktion auf jüngste geopolitische Nachrichten unter die 69.000-Dollar-Marke gefallen.
Trotz bärischer Prognosen und Kritik hat Michael Saylors MicroStrategy sein Portfolio kürzlich erweitert.
Saylor kündigte an, dass das Unternehmen 4.871 BTC zu Kosten von etwa 329,9 Millionen Dollar gekauft hat. Die durchschnittlichen Kosten pro Bitcoin der Akquisition betrugen 67.718 Dollar.
Das Unternehmen besitzt derzeit 766.970 BTC. Die Gesamtkosten der Akquisition betragen etwa 58,02 Milliarden. Sein durchschnittlicher Kostenpreis beträgt 75.644 Dollar pro Bitcoin.
Die Größe der Bestände von MicroStrategy unterstützt seinen langfristigen Ansatz für BTC, selbst inmitten von Unsicherheit beim Bitcoin-Preis. Auch Metaplanet hat kürzlich BTC im Wert von 405 Millionen Dollar aufgekauft.
In der Zwischenzeit sind auch andere Analysten hinsichtlich einer kurzfristigen Erholung optimistisch. Michaël van de Poppe hat eine mögliche Verschiebung auf 86.000 Dollar kurzfristig geschätzt, was darauf hinweist, dass sich der BTC-Preis erholen wird, selbst wenn sich der geopolitische Druck verschärft.
Der Beitrag Bitcoin-Preis-Absturz auf 10.000 Dollar? Peter Schiff macht sich über MicroStrategys BTC-Strategie lustig erschien zuerst auf The Coin Republic.


