Der Beitrag EZB kooperiert mit europäischen Standardisierungsgruppen zur Einführung des digitalen Euro-Zahlungsverkehrs erschien zuerst auf Coinpedia Fintech News
Die Europäische Zentralbank hat einen wichtigen Schritt in Richtung der Einführung des digitalen Euro unternommen, indem sie eine Partnerschaft mit Europas wichtigsten Zahlungsstandard-Organisationen eingegangen ist. Ziel ist es, den digitalen Euro in den alltäglichen europäischen Zahlungsverkehr zu integrieren, um die Verbreitung zu fördern und Kosten zu senken.
Dieser Schritt signalisiert eine verstärkte Vorbereitung, die Abhängigkeit von amerikanischer und globaler Zahlungstechnologie zu verringern.
In einer aktuellen Pressemitteilung hat die Europäische Zentralbank offiziell Partnerschaftsvereinbarungen mit drei der wichtigsten europäischen Zahlungsstandard-Organisationen unterzeichnet: der European Card Payment Cooperation (ECPC), Nexo Standards und der Berlin Group.
Das Ziel dieser Vereinbarungen ist es, bestehende offene Standards, auf die alle zugreifen können, zur Abwicklung von digitalen Euro-Zahlungen in ganz Europa zu nutzen.
Dies soll dazu beitragen, dass der digitale Euro reibungslos mit bestehenden Zahlungssystemen funktioniert, sodass Banken und Unternehmen ihn problemlos ohne große Anpassungen nutzen können.
EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone sagte,
„Diese Partnerschaft zeigt unser starkes Engagement, sicherzustellen, dass der digitale Euro mit bestehenden europäischen Standards kompatibel ist, die auch der Privatsektor nutzen kann."
Europas Zahlungssystem ist seit langem auf amerikanische und globale Zahlungstechnologie angewiesen. Wenn Sie in Europa mit Ihrer Visa- oder Mastercard bezahlen, läuft die Transaktion über eine Infrastruktur, die US-Unternehmen gehört.
Wenn Sie mit Apple Pay oder Google Pay zahlen, gehören die Zahlungskanäle amerikanischen Technologiegiganten.
Diese Abhängigkeit schafft echte Probleme. Europäische Banken und Unternehmen müssen für grundlegende Zahlungen Gebühren an ausländische Unternehmen zahlen. Außerdem erschwert es lokalen Zahlungsdienstleistern die Expansion in andere Länder, da die Systeme überall unterschiedlich sind.
So kann ein französisches Zahlungssystem beispielsweise nicht ohne kostspielige Upgrades an Zahlungsgeräten problemlos nach Deutschland oder Spanien expandieren.
Die Vereinbarungen zum digitalen Euro sind genau darauf ausgelegt, dieses Problem zu lösen. Diese Standards unterstützen kontaktlose Zahlungen, mobile Transaktionen und Händlersysteme. Das bedeutet, dass Nutzer in verschiedenen Ländern ein reibungsloseres und einheitlicheres Zahlungserlebnis haben werden.
Diese Vereinbarungen bedeuten nicht, dass der digitale Euro morgen eingeführt wird.
Die Europäische Zentralbank hat erklärt, dass sie erst dann voranschreiten kann, wenn die Europäische Union ein Gesetz verabschiedet, das den digitalen Euro zum offiziellen Zahlungsmittel im Euroraum macht.
Der digitale Euro bedarf noch der endgültigen Genehmigung durch die EU-Gesetzgeber. Nach der Genehmigung wird erwartet, dass er den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels erlangt, was Unternehmen und Nutzern mehr Vertrauen gibt.


