Eli Lilly (LLY) gab am Montag bekannt, das nicht börsennotierte Krebsmedikamenten-Unternehmen Ajax Therapeutics für bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar in bar zu übernehmen. Der Deal zielt darauf ab, Lillys Onkologie-Pipeline zu stärken.
Ajax' führendes Asset ist AJ1-11095, ein experimentelles orales Medikament zur einmal täglichen Einnahme, das sich derzeit in frühen klinischen Studien befindet. Es zielt auf Myelofibrose ab, eine seltene, chronische Blutkrebserkrankung, bei der sich Narbengewebe im Knochenmark ansammelt und die normale Blutzellenproduktion stört.
Das Medikament wirkt, indem es JAK2 blockiert, ein Signalprotein, das bekanntermaßen mehrere Blutkrebsarten antreibt. Was es von bestehenden JAK2-Inhibitoren unterscheidet, ist der Mechanismus — es bindet auf eine besondere Weise an JAK2.
Eli Lilly and Company, LLY
Das ist wichtig, weil Patienten, die aktuelle Behandlungen erhalten, im Laufe der Zeit aufhören können, darauf anzusprechen. Ajax' Ansatz ist darauf ausgelegt, in solchen Fällen zu wirken und den Nutzen des Medikaments möglicherweise über das bereits auf dem Markt befindliche hinaus zu verlängern.
Ajax entwickelt das Medikament auch für Polycythaemia vera, eine Erkrankung, bei der der Körper zu viele rote Blutkörperchen produziert — eine weitere JAK2-getriebene Krankheit.
Die 2,3-Milliarden-Dollar-Zahl ist eine Obergrenze, keine garantierte Summe. Lilly erklärte, der Gesamtbetrag umfasse eine Vorauszahlung und zusätzliche Meilensteinzahlungen, die an den klinischen und regulatorischen Fortschritt geknüpft sind.
Dieser Deal fügt sich in ein klares Muster. Lilly hat in der Onkologie eine aktive Akquisitionsstrategie verfolgt und in letzter Zeit bereits Scorpion Therapeutics, Orna Therapeutics und Kelonia Therapeutics übernommen.
Jeder Deal hat der Pipeline etwas anderes hinzugefügt. Ajax ergänzt diese um eine Blutkrebsperspektive mit einem Medikament, das einen differenzierten Wirkmechanismus besitzt — genau die Art von Asset, nach dem Lilly gesucht hat.
Scotiabank-Analystin Louise Chen bezeichnete den Deal als logische Ergänzung. Sie sagte, er „baut auf Lillys etablierten Kompetenzen im Bereich Blutkrebs auf und hilft dabei, seine zukünftigen kommerziellen Produkte über den Bereich Adipositas hinaus auszuweiten."
Dieser letzte Punkt ist es wert, beachtet zu werden. Lillys jüngstes Wachstum war stark mit seinen GLP-1-Medikamenten für Adipositas und Diabetes verknüpft. Der Onkologie-Vorstoß ist ein Diversifizierungsschritt.
AJ1-11095 befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es befindet sich in Phase-1-Tests, was bedeutet, dass bis zu einer möglichen Zulassung noch ein langer Weg vor ihm liegt.
Myelofibrose ist eine Krankheit mit echtem ungedecktem Bedarf. Aktuelle Behandlungen helfen dabei, den Zustand zu kontrollieren, wirken aber nicht bei jedem, und Patienten können Resistenzen gegen bereits für die Krankheit zugelassene JAK-Inhibitoren entwickeln.
Wenn AJ1-11095 in späteren Studien gut abschneidet, könnte es diese Resistenzlücke schließen. Aber das wird noch Jahre dauern, bis es bekannt sein wird.
Lillys Onkologie-Team wird das Medikament nun voranbringen und die klinische Entwicklungsinfrastruktur des Unternehmens für das Programm einsetzen.
Es wird erwartet, dass der Deal nach den üblichen behördlichen Prüfprozessen abgeschlossen wird. Finanzielle Bedingungen über die Obergrenze von 2,3 Milliarden US-Dollar hinaus wurden nicht bekannt gegeben.
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