Neue Details aus Lawfare enthüllen, dass Joseph diGenova, der rechtsextreme Vertraute, den Präsident Donald Trump mit der Leitung seiner sogenannten „großen Verschwörungsermittlung" beauftragt hat, mehrere Aussagen über Trump gemacht hat, die mögliche Anklagen aus dieser Untersuchung gefährden könnten.
Konkret hat diGenova eine Reihe politisch aufgeladener Behauptungen aufgestellt, darunter, dass die ehemalige Generalstaatsanwältin Pam Bondi zuvor seine Ernennung zur Leitung der „Russland-Schwindel-Untersuchung" blockiert habe, dass Trump auf dieser Ernennung bestanden habe und dass Bondis Entlassung partly darauf zurückzuführen sei, so der Bericht.

„Noch in diesem Monat behauptete diGenova in einem Interview mit Rudy Giuliani, dass die ehemalige Generalstaatsanwältin Pam Bondi ‚allein verantwortlich für die Verzögerungen und Ermittlungen gegen den Lawfare gegen Donald Trump war, der aus dem ... US-Staatsanwaltsbüro in Miami und Ft. Pierce heraus betrieben wird'", heißt es in dem Bericht. „DiGenova erklärte, sie habe zuvor seine Ernennung zur Leitung der Untersuchung verhindert, und bestand darauf: ‚Hätte sie das nicht getan, hätten wir in den letzten zwei Monaten Anklagen erhoben.'"
„DiGenova deutete weiter an, dass Bondi wegen der Frustration des Präsidenten über das langsame Tempo der Miami-Untersuchung entlassen worden sei", so der Bericht. „‚Das Gespräch des Präsidenten mit ihr gestern, auf dem Rückweg vom Obersten Gerichtshof, war nicht angenehm', sagte er und bezog sich damit auf das Gespräch, in dem Trump Bondi angeblich entlassen hat. ‚Der Präsident war rasend vor Wut darüber, dass es bei der Lawfare-Untersuchung in Miami keine Fortschritte gab.'"
Laut Anna Bower von Lawfare könnten diese Aussagen von großer Bedeutung sein, falls die von DiGenova geleitete Untersuchung tatsächlich zu Anklagen führt.
„Warum sind diese Details wichtig?", schrieb Bower auf X. „Weil die Verteidigung, falls strafrechtliche Anklagen gegen Comey, Brennan oder andere erhoben werden, diGenovas eigene Schilderung seiner Einstellung in einem Antrag auf Einstellung wegen selektiver oder rachsüchtiger Strafverfolgung zitieren wird."

